Bühne frei für Neues

MüllerDen Berufswunsch Lehrer trage ich seit meiner eigenen Schulzeit in mir. Durch eine unverhoffte Laufbahn am Theater hatte ich diesen lange nicht ergriffen. Die Arbeitsverhältnisse am Theater waren jedoch prekär und verlangten im Wettbewerb Selbstbehauptungs-kompetenzen, denen ich auf Dauer nicht gerecht werden konnte und wollte. Daher hatte ich bereits vor meinem Umstieg in den Lehrberuf eine Laufbahn als Theaterpädagoge eingeschlagen.

Vielfalt im ursprünglichen Berufswunsch

Die Möglichkeit zum Quereinstieg in die Schule hat mich auf dem Weg zum ursprünglichen Berufswunsch weitergeführt. Hier kann ich viele meiner Interessen und Fähigkeiten einbringen, ohne einen ständigen Existenzkampf zu führen. Ich kann Kreativität fördern, Verantwortung übernehmen, Sinn stiften und dabei grosse berufliche und persönliche Zufriedenheit erfahren. Dabei kommt mir mein früherer Beruf als Experte für Theater, Sprache und Auftrittskompetenz sehr zugute. Als Profi der kulturellen Bildung kann ich das Profil meiner Schule durch attraktive Angebote und Kenntnisse ergänzen und meinen Kollegen ein geschätzter Partner sein.

Verbesserte Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf

Ich empfinde es nun als bereichernd für mich selbst, dass ich vor diesem Beruf andere, ausserschulische Erfahrungen sammeln konnte. Dadurch habe ich nicht mein ganzes Leben in der Schule verbracht und kann auch andere Perspektiven zulassen. Mein Privatleben hat sich seitdem stabilisiert. Ich kann – im Gegensatz zu früher – Privatleben und Beruf leichter verbinden und verlässlicher planen. Zudem erlebe ich die Auswirkungen meiner Arbeit als anregend und in hohem Masse bedeutsam.

Sebastian Müller, Primarlehrer in Zürich, ehemals Student der PH Zürich