Coach mit Zielen

5Während meiner 10-jährigen militärischen Laufbahn bei der Luftwaffe in Deutschland konnte ich meine Führungsqualitäten festigen und in pädagogischer Hinsicht erweitern. Eine Ausbildung im Bereich Sport sowie das Studium zum Wirtschaftspsychologen rundeten meine Militärzeit ab. Anschliessend absolvierte ich ein zusätzliches Kontaktstudium zum Kommunikations- und Verhaltenstrainer und begann, selbständig erwerbend, im Bereich Coaching und Personaltraining tätig zu werden. Als Personalleiter eines grösseren mittelständischen Unternehmens sammelte ich im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung weiterhin viel Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Zusätzlich unterrichtete ich an Ausbildungsstätten und erweiterte meine Coachings auf Kinder und Jugendliche, was mir enorm Freude bereitete.

Identifikationsmöglichkeiten schaffen

Immer öfter kam mir der Gedanke in den Sinn: Warum nicht Lehrer werden? Kurze Zeit später bewarb ich mich an der PH Zürich als Quereinsteiger im Fast-Track-Studiengang. Lebenserfahrung, Empathie und die Freude im Umgang mit Kindern können in der Entwicklung von Schülerinnen und Schülern so einiges bewirken. Als Wirtschaftspsychologe setze ich mich unter anderem mit dem subjektiven Erleben und Verhalten von Menschen auseinander, aber auch mit Themen wie Motivation und Erfolg. Ich definiere Erfolg als den richtigen Umgang mit Misserfolg und denke, dass ein Pädagoge enorm viel dazu beitragen kann.

Souveränität und Gelassenheit

Heutzutage sind meiner Meinung nach Souveränität und Gelassenheit unabdingbare Eigenschaften für Lehrpersonen – Eigenschaften, die man an keiner Hochschule erwirbt, sondern die man sich nur durch gewisse Lebenserfahrungen aneignet und weitergeben kann.

Diese Erfahrungen sind gepaart mit Sozialkompetenz und einer auf Vertrauen beruhenden, humorvollen Basis mit meinen Schülerinnen und Schüler. So bilde ich sie nicht nur fachlich, sondern vermittle auch Eigenschaften und Werte, damit sie auf weitere, noch kommende Entwicklungsabschnitte vorbereitet sind. Wenn ich morgens das Schulzimmer betrete und die Kinder freudig und erwartungsvoll auf mich warten, bereichert diese Situation meinen Alltag enorm. Bestleistungen werden in der Regel dann erbracht, wenn man sich wohl fühlt und mit Freude an eine Aufgabe herangeht. Diese Freude spiegelt sich auch in meinem Privatleben wieder.

Jens Lebermann, Primarlehrer in Gossau, ehemals Student der PH Zürich